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Mixed September

»Du bist nicht zu retten.« schreibt der Freund. Wovor? Vor mir selbst? Zugegebenermaßen nicht einfach. Doch ist meine Zielorientierung nicht zu unterschätzen, bitte. Ein Erkenntnisgewinn der letzten Wochen: Wo sind die Grenzen und warum sind sie genau dort. Auch: Was ich in mir vorher nicht verstand, verstehe ich nun endlich. Insofern weit weniger Grund zur Sorge, Freunde, als es sie es sie in den letzten Jahren gegeben hätte.
Perfekt ist sicher anders, aber wann hätte man das je erreicht? In meinem Leben kam es bisher bestenfalls tageweise vor.

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Gerade fühlt sich das Leben an wie zu heiß gewaschen – es wird immer kleiner wie die Wolle im Trockner. Coronakrass. Ein unfassbares Gefühl – wie 24/7 gegen den Strich gebürstet werden. Einfach fies. Reisesehnsüchte, Tanzsehnsüchte, Vögelsehnsüchte. Geduld nicht ohne Grund eine Kardinalstugend, anstrengend, bisweilen schmerzhaft. Doch hier habe ich keine Wahl. Die normative Kraft des Faktischen ist so groß, daß jeder Widerstand nur ein Laufen gegen Wände ist. Ich habe anderes vor als meine Energien in Sinnlosigkeiten zu verbrennen. Atmen, aushalten, warten, dieweil weiterhin so etwas wie ein Leben haben. Muß gehen. Mangels Alternativen.
Wann immer das vorbei ist, werde ich regelrecht in Aktivitäten explodieren, ungeachtet meiner vielen Lebensjahre.

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Was das Photo von Merlin mit alldem zu tun hat? Vordergründig nichts. Und dann aber doch – von Katzen kann man gut lernen wie Leben im Augenblick funktioniert.

Spiele

Staubsauger sind dem Grunde nach des Teufels – selbst die leiseren Geräte machen einen Heidenlärm, den ich nie mochte. Bei drei Katzen, Streu allenthalben und fliegenden Haaren greife ich also oft zum Besen. Neuerdings allerdings […]

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Notfall?

Ich fand’s vor Wochen schon witzig, daß plötzlich das Rezept für Köttbullar in der Ikea-Machart im Netz zu finden war. Wie das wohl kam? Ist die Coronapandemie – aus der Sicht des blaugelben Schweden – […]

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Momentaufnahme

Wenn sich der große Wunderkatzer hinter meine Kniee kuschelt, oder wenn sich der kleine Zauberer mit dem Seidenfell an meine Oberschenkel schmiegt, hat kein Fernsehfilm eine Chance. Ich schlafe binnen weniger Minuten wie ein Klotz […]

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Education

Am 27. berichtete ich noch von dem kleinen Zerstörer (siehe hier). Kaum 12 Stunden später hat es in dem kleinen Kopf offenbar geklickt. Wir essen, Merlin sitzt auf der Sofalehne und wartet artig, ob etwas […]

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Aus der Nacht

Tag Drei der Katzenvergesellschaftung läuft ganz gut – weniger Geknurre und Gefauche, langsame Annäherung. Ich beginne die ganze Sache verhalten optimistisch zu betrachten. Überhaupt bricht sich ein ziemlich unkaputtbares Naturell wieder Bahn. Sogar die Frage, […]

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Geschenke

Nachhaltig zu leben verändert die Perspektive – ich habe Schwierigkeiten, wenn ich nach materiellen Wünschen (Weihnachten, Geburtstage uww.) gefragt werde – der Kleiderschrank ausgestattet, der Maschinenpark ebenfalls, die Musiksammlung im Bestzustand. In Sachen der – […]

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Zwei Wochen

Familienkonferenzen, bis zu viermal am Tag. Anreisen und Abreisen. Organisationsaufwände und so herzlose wie stressintensive Amtsschimmel. Abfangen, auffangen, aufräumen. Zurück in Berlin verbringe ich den ersten Tag fast ausschließlich damit fehlenden Schlaf nachzuholen. Nun ist […]

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Ostern

Endlich einmal Zeit und Ruhe. Ich stehe viel in der Küche: Der Welt beste Bolognese, saftiger Rotweinkuchen, Croutons, Ceasar’s Salad, Reitersuppen und Rotweinbraten. Es macht soviel Freude unter meinen Händen Dinge entstehen zu lassen, die […]

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