Aus der Nacht

Tag Drei der Katzenvergesellschaftung läuft ganz gut – weniger Geknurre und Gefauche, langsame Annäherung. Ich beginne die ganze Sache verhalten optimistisch zu betrachten.
Überhaupt bricht sich ein ziemlich unkaputtbares Naturell wieder Bahn. Sogar die Frage, ob man vielleicht etwas ungerecht wird, wenn man sehr down ist, ist erlaubt. Nichtsdesto – besser verstanden und weniger belastet zu werden wäre schön.

Am Abend ein Treffen mit einem Freund, das mir richtig gut tut. In einem ruhigen Zimmer sitzen – mit einer Spitzenaussicht – und sich gegenseitig erzählen, was in den fünf Monaten passiert ist, wie man sich dabei gefühlt hat, mit welchen Plänen, Träumen, Wünschen man sich trägt, wo Haken und Ösen waren. Dabei die volle Konzentration auf das Gespräch, kein Computer/Tablet etc. auf dem Tisch, kein Fernseher – nur wir beide, das Reden und das Zuhören.

Diese Woche werde ich mich noch auf das katzige Leben konzentrieren, nächste Woche packe ich dann dem Löwen in die Mähne und rede mit dem Schimpansenamt.

4 Kommentare

  1. Hui, nach nur 3 Tagen wirds schon besser, ich staune (und freue mich mit)
    Wir haben nach 3 Monaten noch tägliches knurren und fauchen, auch wenns seltener und leiser geworden ist (wobei heute wieder einer der schlechteren Tage war, an dem Elsa wieder häufig sicherheitshalber unters Buffet geflohen ist, ohne erst eine Attacke abzuwarten)

    1. Ich bin auch eher verblüfft. Schlafen mag Merlin lieber fern von den anderen, behält aber die Ruhe, wenn einer der beiden anderen in der Wohnküche auftaucht. Am Tage bewegt man sich allerseits umeinander, in der Regel ohne Gefauche, gefüttert werden alle in der Küche, ebenfalls friedlich. Ich lauere jetzt auf den Tag, an dem sich Merlin das Wohnzimmer erschließt, von Nächten mit drei Katzen im Bett ganz abgesehen … :)

      1. Toll!
        So hatte ich mir das auch vorgestellt (weil ichs von früher genau so kannte, nur meine beiden Kater zuvor hatten ja ein schlimmes Theater veranstaltet, aber ich dachte da ja noch, es läge an “2 Kater” und war mit Kater und Katze sehr zuversichtlich gewesen; leider kam es anders – da es bei Euch ja deutlich weniger Ausweichmöglichkeiten gibt finde ich super, daß die Deinen das so gut hinkriegen!

        1. Ich fürchte, das hat sehr viel mit meiner gespannten Aufmerksamkeit zu tun :) Jedenfalls halten die mich ganz schön in Atem. Ganz rund ist es auch noch nicht, aber ich denke, das wird besser, wenn der Balkon neu eingenetzt ist und ich den kleinen Kater auch nach draußen lassen kann.
          Ich kann’s nur immer wieder sagen: Man tut sich schon ‘was an … grins.
          Bei euch scheint es sich aber doch auch einzuspielen, oder täuscht der Eindruck?

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