Misc. im Dezember

Langsam und vorsichtig schwingt sich die Familie darauf ein nunmehr eine Rumpffamilie zu sein – Paps fehlt überall – doch wir schlagen uns gut. Ma tastet sich langsam in ein ganz anderes Leben vor und sie macht das richtig gut! Ich habe einige Klötze auf den Schultern, die ich im Blick behalten muß und ab und an verfluche, andererseits hilft es helfen zu können …
Mein Bruder ist der Fels in der Brandung, und fast könnte man lachen über die unaufdringliche, freundlche Art, in der wieder der Mann der Familie eine Art stille Führungs- und Leitlinienrolle hat – wenn sie nicht so ungemein hilfreich und wohltuend wäre.

++++++++++++++

Der Weihnachtsimpetus fehlte mir vollkommen, zu tief die Trauer, zu groß die Lücke. Jetzt findet er sich doch ein, gedämpft aber immerhin. Nunmehr ist ein Weihnachtsbaum im Haus (Du hättest diesen kleinen ungleichmäßigen Baum geliebt, Väterchen – und doch vermutlich Handsäge und Bohrmaschine aus dem Keller geholt. Ganz sicher werde ich eine einmalige Schönheit aus ihm machen, ohne Werkzeuge, und dabei sehr an dich denken.)

++++++++++++++

Der Mann bringt mir rote Topfrosen im Dezember, setzt mir ein Linux-System auf (Umstieg im nächsten Jahr geplant), stützt wie er kann – und das ist nicht wenig. Dennoch ist es gut, daß ihm der nächtliche Zusammenbruch angesichts von Papas Schal, der zur Umarbeitung noch hier liegt, entgehen dürfte.
Der Kontakt zu den Freunden ist stetig wie lebhaft, und auch das ist gut.
Eher bin ich ein wenig schlampig (Liebe M., ich rufe dich demnächst an, unsere Gespräche fehlen.), habe aber auch einfach viel um die Ohren – die Familie, der Behörden- und Finanzamtskram, die Jahresendjobs etcpp.

++++++++++++++

 

Kleinkram der einfach gut tut und Spaß macht: Der Dezember-Farbumbau wurde dieses Jahr auf Ozeanblau und grafische Muster in Schwarz-Weiß entschieden, endlich habe ich den sehr geschätzten Weihnachtsstern auf Weiß umlackiert – das hatte ich schon seit Ewigkeiten vor. Natürlch wird der Weihnachtsbaum in diesem Jahr blaue Kugeln tragen …
Die Katzen sind knuddelig wie selten, mein Struvit-Sorgenkater gedeiht bestens unter der Therapie seit Mai.
Am 10. werde ich tanzen gehen – come hell or high water – am 13. den Weihnachtsbraten einlegen, am 20. alles abschotten und in die Weihnachtsruhe eintreten …
Selten habe ich sie so begrüßt wie nach diesem rauhbeinigen Jahr.

Wie geht es meine geschätzten handverlesenen Lesern?