Misc. im Dezember

Langsam und vorsichtig schwingt sich die Familie darauf ein nunmehr eine Rumpffamilie zu sein – Paps fehlt überall – doch wir schlagen uns gut. Ma tastet sich langsam in ein ganz anderes Leben vor und sie macht das richtig gut! Ich habe einige Klötze auf den Schultern, die ich im Blick behalten muß und ab und an verfluche, andererseits hilft es helfen zu können …
Mein Bruder ist der Fels in der Brandung, und fast könnte man lachen über die unaufdringliche, freundlche Art, in der wieder der Mann der Familie eine Art stille Führungs- und Leitlinienrolle hat – wenn sie nicht so ungemein hilfreich und wohltuend wäre.

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Der Weihnachtsimpetus fehlte mir vollkommen, zu tief die Trauer, zu groß die Lücke. Jetzt findet er sich doch ein, gedämpft aber immerhin. Nunmehr ist ein Weihnachtsbaum im Haus (Du hättest diesen kleinen ungleichmäßigen Baum geliebt, Väterchen – und doch vermutlich Handsäge und Bohrmaschine aus dem Keller geholt. Ganz sicher werde ich eine einmalige Schönheit aus ihm machen, ohne Werkzeuge, und dabei sehr an dich denken.)

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Der Mann bringt mir rote Topfrosen im Dezember, setzt mir ein Linux-System auf (Umstieg im nächsten Jahr geplant), stützt wie er kann – und das ist nicht wenig. Dennoch ist es gut, daß ihm der nächtliche Zusammenbruch angesichts von Papas Schal, der zur Umarbeitung noch hier liegt, entgehen dürfte.
Der Kontakt zu den Freunden ist stetig wie lebhaft, und auch das ist gut.
Eher bin ich ein wenig schlampig (Liebe M., ich rufe dich demnächst an, unsere Gespräche fehlen.), habe aber auch einfach viel um die Ohren – die Familie, der Behörden- und Finanzamtskram, die Jahresendjobs etcpp.

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Kleinkram der einfach gut tut und Spaß macht: Der Dezember-Farbumbau wurde dieses Jahr auf Ozeanblau und grafische Muster in Schwarz-Weiß entschieden, endlich habe ich den sehr geschätzten Weihnachtsstern auf Weiß umlackiert – das hatte ich schon seit Ewigkeiten vor. Natürlch wird der Weihnachtsbaum in diesem Jahr blaue Kugeln tragen …
Die Katzen sind knuddelig wie selten, mein Struvit-Sorgenkater gedeiht bestens unter der Therapie seit Mai.
Am 10. werde ich tanzen gehen – come hell or high water – am 13. den Weihnachtsbraten einlegen, am 20. alles abschotten und in die Weihnachtsruhe eintreten …
Selten habe ich sie so begrüßt wie nach diesem rauhbeinigen Jahr.

Wie geht es meine geschätzten handverlesenen Lesern?

5 Kommentare

  1. Die Deko meiner Wahl ist dezent, aber flächendeckend: liebevoll dosierte Lichter, gelegentliches Glockengeläut und weihnachtliche Gaumenfreuden. Das alles ist begehbar. Und wenn Schnee liegt, umso stimmungsvoller. Sehr kurzfristig konnte ich doch noch eine Ferienwohnung in den Bergen buchen.
    Westfalen mit Sehnsucht nach Weihnachtlichkeit sei der Weihnachtsmarkt in Essen angeraten: Nach Verlassen des Bahnhofs ist man in einer anderen Welt – omnipräsent und unermüdlich umfangreich.

  2. Mau geht es. Unsere neuen Vierbeiner lassen uns nicht zur Ruhe kommen, des Katers Backe trägt seit heute morgen eine große Wunde – morgen ab zum Tierarzt.
    Mir macht das mehr zu schaffen als ich als normal empfinde, und ich befasse mich innerlich viel mit dem “warum” und “woher” – Familiengeschichte und so. Es liegt inzwischen manches klar vor mir, bloß macht Wissen das empfundene Elend nicht kleiner.

    Naja, alles kleine Kataströphchen verglichen mit denen Anderer, wie ich lese und im Umfeld höre. Und doch: mau geht es.

    1. Viel Kleinkram macht zusammen auch einen Haufen Mist.
      Ich denke aber, wenn der Kater sich erholt hat, und sich ein oder anderer Gedankenkreis schließen läßt, wird es besser werden. Ich wünsche dir viel Kraft im Mau! This, too, will pass.

        1. Ich denke schon. :)
          Kopf hoch!

          – Hier hat es sich übrigens sehr bewährt den Transportkorb tagelang herumstehen zu lassen. Sie betrachten ihn als angenehmen Rückzugsort, um den sogar gestritten wird. So lange ich ihn immer wieder wegräume wird er auch nicht langweilig. Steht dann tatsächlich ein Transport an, habe ich eher damit zu tun, daß das richtige Katzentier hineingeht. :) Wichtig dabei: Keine Leckerli und totale Missachtung des Transportgeräts durch den Menschen. Klappt hier seit Jahren. –

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