Ozeanfarben

Seit heute schaue ich von meinem Bett aus ins Meer, ja ‘ins’, nicht auf. Die Unterwasseraufnahmen aus dem indischen Ozean sind ein Weihnachtsgeschenk, für das ich den richtigen Rahmen suchte – kleine Räume brauchen visuelle Teilungen, wenn man viele Bilder hängen möchte.
Die Idee mit dem Streifen war ja schon lange im Schwange. Ich war jetzt mutig – den Streifen strich ich in B 15.3 – kommt als ziemlich krachiges Türkis raus. Noch bin ich nicht sicher, ob der Raum das verträgt, dafür muß ich auf Tageslicht warten. Naja, falls das zu sehr knallt, kann ich es ja umstreichen.

Der Raum an sich wird immer mehr zum ‘Meereszimmer’ – Wassertöne allenthalben, Haie als Mobilé … Das Dala-Pferd und die Elche werden deshalb demnächst ins Wohnbüro umziehen. Marlene, die Leuchte, die eine Mücke ist, darf bleiben. Sie passt sehr gut zum Thema – nie kehrte ich ohne Dutzende von Stichen aus dieser Weltgegend zurück.

Morgen werde ich die Wand hinter meinem Bett wohl neu streichen. Der Ursprungsfarbton (ein Lichtgrau) ließ sich partout nicht wiederherstellen, identischen Mischungsverhältnissen zum Trotz. Es galt zwei Stellen auszubessern, jedoch: Man läuft halt vor die Wand, wenn einer Wandfarbe mehr (oder weniger) Titanweiß beigemischt ist als in einer anderen. Macht mich sehr zähneknirschen, aber mein Perfektionismus will es so. Vielleicht wird die Wand auch einfach wieder weiß.

Ich arbeite gern an solchen Dingen, wenn alles irgendwie upside-down ist – Handlung, Ergebnis. Manchmal ist das genau das Richtige.