Ostern

Endlich einmal Zeit und Ruhe. Ich stehe viel in der Küche: Der Welt beste Bolognese, saftiger Rotweinkuchen, Croutons, Ceasar’s Salad, Reitersuppen und Rotweinbraten. Es macht soviel Freude unter meinen Händen Dinge entstehen zu lassen, die wunderbar aussehen und betörend duften. Die Anchovis fallen mich abrupt an. Die am Morgen sorgsam gebügelte Bluse darf direkt wieder in den Wäschekorb. Katz’ findet das fischige Öl am Boden extrem interessant und stört die Störfallbereinigung nach Kräften.

Daneben noch Pflanz- und Gießzeit – die fleißigen Lieschen machen schon als niedliche Setzlinge ihrem Namen nach wenigen Tagen alle Ehre. Waldmeistergrün aromatisiert mir im April den kühlen spanischen Weißwein (Maibowle? Pah!)


Ein warmer Nachmittag im Mauerpark. Staubig, laut, lustig, anregend. Das Auditorium im kleinen Colloseum ist bester Laune und hat so gar keine Lust, das mit Verve vorgetragene Stück von Abba (Mammamia!) mit dem nach unten gerichteten Daumen zu strafen, vielmehr Jubel und Applaus für eine Darbietung, die zwar nur jeden vierten Ton traf, jedoch viel Mut bewies.

Traumwetter. Schöne Tage. Kein Sex.
Naja – wir wollen ja nicht unbescheiden werden.