Standort, nächtlich, Spätsommer 2010

Viel Arbeit in diesen Tagen – die Erfolge daraus werden wie immer auf sich warten lassen – aber sie werden kommen. Die Erschöpfung ist akut schneller. Sehnsucht nach einer Auszeit, nach der Ostsee und langen stillen Spaziergängen am Strand, Nachtgedanken spanische Freunde und vergangene Zeiten betreffend. Wen von euch würde ich noch am alten Orte finden, mental wie gegenständlich? Immer noch Druck aus verschiedenen Feldern auf meine schmalen Schultern … Dieses Jahr wird viele der Druckpunkte enden, Bastet sei Dank. Ich freue mich auf dieses Jahresende wie auf keines zuvor …
So vieles zu lange im Schwange, ein Abschluß, eine Zäsur ersehnt, doch nicht in meiner Macht diesen zu befördern … Nicht lustig zu warten, nicht lustig nichts als das tun zu können. Mit diesem Jahr wird es dann aber sein. Ich warte darauf.

Politisch geht es mir wie den Gladiatoren alter Zeiten – ‘Die ihr hier eintretet lasst alle Hoffnung fahren.’
Was in jener Sphäre geschieht ist so unfassbar dumm, kurzsichtig und unkundig, daß einem jedes weitere Wort im Halse, jeder weitere Gedanke im Hirn stecken bleibt. —— Dümmer und blinder war nie. Und mehr ist kaum zu sagen, geschweige denn zu denken. Auswanderung nebelt im Hintergrund meiner Gedankengefühle … jedoch: Etwas besseres findest du überall? – Das fragt sich noch immer.

Dankbarkeit für die Freunde, über all die Jahre, in den wildesten Farben. Wir sind nicht zahlreich, und wir bleiben anstrengend und eine Herausforderung füreinander. Gut so. Für uns alle. Ein jeder gibt den Wert sich selbst, und bedenke wohl, wessen Urteil du dich unterwirfst …

Nachtgespräche, Nachtgedanken, Wildtiere und noch immer Perspektiven … Gott sei’s getrommelt. Oder Buddha oder Bastet – je nachdem.

Morgen ein neuer Tag, as ever. Hoffentlich noch sehr lange.