Wieder grüßt das Murmeltier

Man nehme 1929er Bauhaus-Bausubstanz, den Denkmalschutz, und einen Wohnkonzern, der sich nur kümmert, wenn er unbedingt muß. Für Bewohner/Mieter kann das sehr anstrengend sein.

Der Speisekammer in der Küche hatte man im Zuge einer Sanierung 2005 die Lüftungsöffnung nach außen geklaut, in der Folge fiel diese Kammer von einem Schimmelbefall in den nächsten in ungefähr 3-Monats-Abständen. Ich ging mit vielen Nachbarn, die dasselbe Problem hatten, auf die Barrikaden, die Lüftungsöffnung wurden daraufhin wieder eingerichtet. Eine endgültige Lösung des Problem ist das nicht – kann es nicht sein. Fehlende Dämmung und deutlich erkennbare Kältebrücken sind nur durch bauliche Maßnahmen zu beheben, und an denen hat der Konzern kein Interesse.

Schimmelbefäll in einer SpeisekammerNach dem langen, teils feuchten, zeitweise eisigem Winter, immer schön im Wechsel, war es wieder so weit – deutlicher Befall.
Aus Erfahrung weiß ich: Auf eine entsprechende Mängelanzeige wird reagiert, bis sich aber ein Handwerker der Sache annimmt, können sechs Monate vergehen. Wenn sie dann kamen, habe ich mir immer wieder die Haare gerauft: Versprühen von massenhaft giftigem Schimmeltod, abtrocknen lassen, abwaschen, mit Glück wird noch gestrichen. Das, liebe Freunde, kann ich auch allein.

Also Maske auf, alles ausgeräumt, sortiert, gereinigt/abgewischt, dann die Wände der Kammer chemisch behandelt, abtrocknen lassen, anschließend trocken abgebürstet, schließlich mit klarem Wasser gewischt – ja, die Wände. Wieder abtrocknen lassen. Hier wäre die Arbeit eines Haushandwerkers beendet gewesen. Meine nicht. Der letzte Schritt war das Einsprühen der Wände mit einer Enzymlösung, die man wieder abtrocknen läßt. Ich hoffe, das macht auch den restlichen Sporen den Gar aus. Gestrichen habe ich heute nicht. Das tue ich mir erst im nächsten Zyklus wieder an, der kommen wird – so sicher wie das Amen im Tempel. Gründe siehe oben.

Über vier Stunden hat die ganze Sache gedauert, danach war ich rechtschaffen erledigt. In den Kalender habe ich die Aktion eingetragen, und bin nun sehr gespannt, wann ich wieder von vorn anfangen muß.

Neben der Verringerung des Gesundheitsrisikos ein echtes inneres Schweinebratenessen: Schimmelfreie, saubere, aufgeräumte Kammer. Das ist schon befriedigend.

Speisekammer nach der GroßaktionZwei Jahre hat es gedauert, bis ich den Beritt wieder angehen mußte. Wenn es nun fünf werden sollten, unter anderem, weil meine Enzymbehandlung tut was sie soll, bin ich bestimmt nicht böse.

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