No Fuss

Manchmal tritt die Katzenbande meinen Motor so an, daß der dann wie von selbst weiterläuft. Heute morgen war aber auch viel geboten: Bezoare auf dem Teppich, fehlendes Zielwasser vor einer Catbox, Streu überall, großes Herumferkeln mit dem Futter. Folglich eine große Putz- und Staubsaugrunde, Bad putzen, ein wenig Aufräumen. Da war ich dann in Schwung – fertige Spülmaschine ausgeräumt, eine Maschine Wäsche erledigt, dann in die Küche. Vorbereitet wurde ein Risotto mit Tomaten und Avocado, dazu Rucolapesto.

Auf Frauentagsaktiviäten hatte ich keine Lust. – Für mich fühlt sich dieser Tag so an wie der Muttertag: Von der … Ehrung hat niemand etwas, Demos laufen für mein Gefühl ins Leere („Das Weibsvolk brüllt mal wieder herum. Wie niedlich.“), aus meiner Sicht wäre die radikale Verweigerung (Lysistrata läßt grüßen.) das einzige Mittel, welches Wirkung hätte – doch die wird es nicht geben, weil wir empathisch und verantwortungsvoll sind. Eine profunde Veränderung der patriarchalischen Strukturen ist nach wie vor nicht abzusehen, das wirkt sich leider auf so ziemlich alles aus. Im Gegenteil – mein Gefühl sagt: reaktionäre Zeiten, wir waren schonmal weiter.

Da habe ich lieber Dinge für mich gemacht: ein wenig gelesen, Kaffee am Balkon getrunken, mit einem Freund telefoniert, ein Raglan-Schnittmuster angefertigt, einen Zuschnitt gemacht (das wird meine erste handgemachte Bluse, nach all den Jahren!), nebenbei die Wahlen in BaWü verfolgt, kleine Erledigungsliste für Montag gemacht – und mich wieder vor der überfälligen Ablage und anderem Papierkram gedrückt. 😉

Manchmal muß und soll einfach nichts Besonderes passieren. Das stille Vergnügen tausend Kleinkramdinge zu tun, die Katzen zu knuddeln und den friedlichen Tag zu genießen, ist genug.

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