Von meinem neurotischen Sorgenkind habe ich schon verschiedentlich berichtet. Nun war es wieder so weit, allerdings unter speziellen Umständen:
3:17h. Ich werde halbwegs wach – Räumgerätelärm draußen – Kater neben mir steht auf, tretelt und geht dann in die bekannte verräterische Körperhaltung – Markierungsalarm. Zack! habe ich ihn vom Bett geschubst, Zong! bin ich wie der Blitz im Bad und halte die nasse Stelle des Oberbetts unter knallheißes Wasser an der Badewanne. Danach mit Handtüchern die Nässe ausdrücken … Das war das erste Mal, daß ich schnell genug war – keine 30 Sekunden! – um wirklich jede Spur von Katzenurin direkt zu entfernen, und danach friedlich weiterschlafen dürfte, die feuchte Kante eingeschlagen in ein Frotteetuch.
War auch besser so – die Ersatzbettwaren befanden sich noch auf den Leinen des Trockenbodens.
Heute habe ich die Sachen in die Wohnung geholt, direkt bezogen und in eine Bettschublade geräumt. Sollte es Leo also noch einmal packen, hätte ich binnen zehn Minuten wieder ein sauberes Bett und könnte alles Weitere auf den Tag verschieben.
Geliebter Neurotiker – was man so tut, wenn sich jede Alternative verbietet.
