… von so ziemlich allem, sogar von mir selbst, das kann ich. Es ist auch das einzig wirkungsvolle Mittel, wenn der Kreisel im Kopf nicht zur Ruhe kommen will. Nachrichten nur in Minimaldosis, nach wenigen Minuten wieder abgeschaltet, weil kein Unterschied zu gestern erkennbar.
Paketannahmestelle für die Nachbarn bleibt heute geschlossen, Telefon nur via Privatnummer – die wenige kennen – beschaltet, Briefkasten ignoriert, dito das Grau draußen, das Draußen überhaupt. Sechshundert Seiten gelesen, den kleinen Löwen in den Kniekehlen, mitunter auch den Kleenen vor der Brust. Mir erlauben erst spät vom Hausanzug in Tageskleidung zu wechseln. Auf den üblichen Drehzahlbegrenzer in Sachen Nikotin verzichten. Mail abholen am Morgen, danach nicht mehr.
Zeit verstreichen lassen ohne sie zu verschwenden.
Nicht auf die Uhr sehen.
Der Lust auf Soulfood eine ruhige Stunde in der Küche widmen. Das Abendessen genießen.
Beim Schreiben zwei Gläser Wein trinken, bewusst und langsam.
Frost, Williams und Shelley lesen, Al Stewart hören.
Nothing that’s forced
can ever be right.
If it doesn’t come naturally
leave it.
Introverts. Mmpf. Jedenfalls bin ich wieder bei mir angelangt. Der Freitag darf kommen.
