Gesundheitskram. Mein Doc hat mir einen Termin für die Dopplersono der hirnzuführenden Gefäße durchgedrückt, und die Praxis macht Zicken. Reiner Gesprächstermin, sagt man mir. Ich werde deutlich, ungeduldig, nachdrücklich, auf höfliche Art, und kriege meine Sono. Alles im grünen Bereich, bin durchaus erleichtert.
Weniger schön: Missempfindungen im rechten Bein, seit ein paar Tagen. Wenn das nicht aufhört muß ich wieder Mediziner aufsuchen.
Nervt unbändig.
Die Blutwerte des Bruders sind schlechter als meine, bis auf das Lipoprotein a. Wir rätseln.
Es bleibt dabei: Altern ist eine harte Nummer. Gegenbild: Früh sterben ist übler.
Meinen Blutzucker schaue mir jetzt mal selber an – Messgerät ist unterwegs. Übrigens ein ähnliches Spiel wie mit Druckern: Geräte kriegt man nachgeworfen, Messtreifen sind teuer.
Mich nervt das alles, aber ich hätte doch noch gern um die zwanzig Jahre. Daher die Aufwände.
Die zwanzig seien dir mindestens gegönnt. Stressminderung geht auch, wenn mal nicht immer bis auf den Grund gesehen wird.
Macht das Leben genießbarer. Zudem regelt sich auch manches, wer weiß warum von selbst.
Da gibt es ein Problem. Was mich tief tauchen läßt, ist nicht Beunruhigung sondern schiere Neugier und Wissensdurst. Ich wollte schon als Kind immer möglichst alles verstehen. Ein utopischer Wunsch, hat aber nicht nachgelassen.
Stressen tun mich nur Dinge, die plötzlich und laut da sind und nicht nach ein paar Tagen wieder verschwunden. Der Vollständigkeit halber auch noch dies: Ich gehe nicht gern zum Arzt, es nervt mich eher. Doch liegt mir die Familiengeschichte schwer auf den Schultern. Mancher hätte sicher länger leben können, wenn er frühzeitig einen Mediziner aufgesucht hätte.