Bin im Moment der personifizierte SĂ€gezahn 😉 – manche Tage sind dĂŒster, andere dĂŒmpeln so vor sich hin, und dann kommt wieder einer dieser hochenergetischen, wo ich tausend Sachen mache und auch Lust dazu habe.
Aufstehen um 10:20h nach sechs Stunden Schlaf. WĂ€hrend der Kaffee durchlĂ€uft, reinige ich die Katzenboxen und sauge den Laden kurz durch, fĂŒttere die Tiere, lĂŒfte das Meereszimmer und mache mein Bett. Danach friedliches FrĂŒhstĂŒck. AnschlieĂend MĂŒllentsorgung, mit Folgen, davon spĂ€ter mehr.
Es ist ein Tag fĂŒr eine ruhige Pflegesession, so mit duschen, cremen, Haare machen, Krallenpflege. Dann wieder Hausanzug – die Hose, die ich anziehen möchte muĂ ich erst noch umsĂ€umen.
WĂ€hrend die Waschmaschine lĂ€uft, baue ich mir einen Röstiauflauf fĂŒr den Abend zusammen, putze Erdbeeren fĂŒr einen Nachtisch, mache die Sauce fĂŒr eine Cesar’s Salad und schmecke den selbstgemachten Eierlikör neu ab. Ein Besuch beim Mann ist auch noch drin. SchlieĂlich sĂ€ume ich die verflixte Hose, ziehe mich endlich vernĂŒnftig an und hĂ€nge die WĂ€sche auf.
Nach dem Abendessen wird es lustig: Zu den FundstĂŒcken von heute gehörte ein ‚kastriertes Fahrrad‘, also so eine dieser Pedalmaschinen mit Magnetwiderstand, zu meiner VerblĂŒffung voll funktionsfĂ€hig. Habe den Tisch nach vorne geschoben und wĂ€hrend ich mir einen Film ansah, der mich interessierte, bin ich sieben Kilometer ‚geradelt‘, unter Körperspannung, mit geradem RĂŒcken. Jetzt habe ich einen seltsamen Muskelkater. [Edit: Es ware deutlich mehr. Ich bin tatsĂ€chlich 90 Minuten lang ‚geradelt‘ Kein Wunder, daĂ ich am nĂ€chsten Morgen erheblichen Muskelkater hatte.]
Die Rudermaschine und ich kamen nicht so richtig miteinander klar, was vor allem mit ihrem Eigengewicht zu tun hatte – es war doch immer ein Beritt sie einsatzfĂ€hig zu machen. So habe ich sie viel zu selten benutzt. Dieses kleine komische Teil mag aber taugen. Das Kismet hat mir mit diesem FundstĂŒck bestimmt eine Nachricht schicken wollen: »Beweg‘ dich mehr. Egal wie!« Hat funktioniert, ich finde das Teil spaĂig. Taugt vermutlich gar nichts fĂŒr jemanden, der nie eine RĂŒckenschule gemacht hat – nur Beine ist immer zu wenig (-> antagonistisches Prinzip), aber mich triggert sie.
Noch ein FundstĂŒck: eine Futterbar fĂŒr Tiere. Die steht jetzt frisch gereinigt an Merlins Platz – er ist beim Fressen die Wildsau unter meinen Tieren – und er hat sie gut angenommen. Wenn sich das bewĂ€hrt bleibt sie da.
FĂŒhle mich heute sehr wohl in der sauberen, sortierten Muschel, freue mich ĂŒber meine entspannten Tiere und die Rosen auf meinem Tisch.
Unterm Strich wieder einer dieser Biedermeiertage, von der freundlichen Sorte.
Die fast vollstÀndige Nachrichtenabstinenz wird ihren Teil dazu beigetragen haben.
Das ist schön zu lesen. Der Miáșmut schien in der letzten Zeit doch ziemlich ĂŒberhand genommen zu haben, da tut do ein Tag sicher richtig gut!
Btw: unglaublich, was es in der groĂen Stadt alles zu finden gibt! Es muĂ schwierig sein, Vieles davon NICHT heimzutragen! Ich stelle mir vor, wie hier das Haus voller und voller wĂŒrde… đ
MiĂmut ist nicht ganz das richtige Wort. Es ist eher der frustrierte Zorn ĂŒber die Blödheiten, die allenthalben passieren. Schwer dabei nicht einzudunkeln.
Was die FundstĂŒcke angeht, hast du vollkommen Recht. Es ist nicht so einfach nicht wie ein Hamster alles ins Haus zu tragen, das noch in Ordnung ist.đ
Da helfen nur harte Regeln. Bei Kleidung gilt ‚eins rein, eins raus.‘, wie auch bei Geschirr, Töpfen, GlĂ€sern, BlumenĂŒbertöpfen. Alles andere muĂ etwas sein, das ich tatsĂ€chlich brauche und verwende. Gestern habe ich zum Beispiel eine Kindertafel und eine Staffelei stehen lassen.
Letztes Kriterium ist die VerkĂ€uflichkeit. Als Radfahrer brauche ich keine Dashcam, aber brandneue Elektronik gehört nicht in den MĂŒll. FrĂŒher oder spĂ€ter wird sich jemand finden, der sie kaufen möchte, falls nicht, wird sie verschenkt. Das geht auch noch im Nachgang. Die gefundenen neuwertigen Filia-Turnschuhe z.B. habe ich verschenkt, weil ich sie doch nicht trage.
So oft wie sich hier Brauchbares findet, wĂŒrden sonst Wohnung und Keller rasch zu Lagerhallen mutieren. Braucht kein Mensch.