Tastaturenrequiem

Im Februar bestellte ich eine neue Tastatur. Meine bisherige war drei Jahre gelaufen, was ihr tödliches widerfahren ist, daran kann ich mich gar nicht erinnern. Ich kaufte jedenfalls dasselbe Modell wieder (mit Maus), weil ich damit zufrieden war. Dann spie mir nachts Shari auf diese Tastatur, und das erledigte letztere final – wenig ist aggressiver als die Magensäure von Katzen. Da war es November. Also noch einmal das Ganze – zweite Tastatur dieser Art.
Jetzt hat Leo diese erlegt, auf die gleiche Art, nicht ohne obendrein vorher diverse Tastenkappen inklusive Scherenmechanismus kaputtzukratzen. Verdammt!
Jetzt habe ich es begriffen: Flachbettedeltastaturen sind für einen Katzenhaushalt ungeeignet. Ein teures Lehrstück. Auf meine alte Cherry – kabelgebundenes Notfallgerät im Keller – möchte ich aber auch nicht langfristig zurück. Zu laut, zu hoch, in 10-Finger-blind zu anstrengend.

Ich fand eine andere und hatte richtig Schwein: Vier Euro (ohne Maus) sind wirklich kein Risiko. Seit gestern arbeite ich damit, bin mehr als zufrieden – wieder ein altvertrautes Layout, meine < und > ohne Funktionstaste bedienbar, der Anschlag sauber, der Druckpunkt gut. Wie lange die jetzt gut funktioniert, wird sich zeigen müssen. Auffällig: Sie ist besser spritzwassergeschützt als ihre Vorgänger, deutlich schwerer, erstaunlicherweise leiser und präziser. Der niedrige Preis gilt nur für die Variante, in der der größte Teil der Zusatztasten violette Tastenkappen hat – nichts könnte mich weniger interessieren als solche Stilmerkmale.

Dieses Eingabegerät kommt nun am Abend in ein Verhüterli. Ich werde eine zweite davon kaufen und sie mir auf Halde legen – das wird vermutlich verhindern, daß mir je wieder jemand auf ein Tastenfeld kotzt – Mr. Murphy läßt grüßen.

Für Interessierte:
Die Alten
https://www.amazon.de/dp/B08S6XPDPZ
Die Neue
https://www.amazon.de/dp/B0D4LYBJQB?th=1

Die Maus der alten Kombi wird weiter genutzt. Von dem Händler mit A kann ich mich aus diversen Katzengründen nicht verabschieden, daher führen auch die obigen Links dahin.

2 Kommentare

  1. Eine Tastatur für 4 Euro? Nicht zu fassen, da ist ja noch nicht mal die Herstellung abgedeckt. Vielleicht hilft’s ja, die Tastatur senkrecht zu stellen, zumindest die Verwechslung mit dem Katzenklo wäre gebannt. ;-)

    1. Die sogenannte Marktwirtschaft versuche ich schon länger nicht mehr zu verstehen – ein wildgewordenes Monstrum, nicht nur in Deutschland. Natürlich kommt die Tastatur aus China – das tun die teuren, auch die mit deutscher Marken, ebenfalls.

      Peter, da hast du nicht richtig gelesen – es war das Ausspucken von Bezoaren, keine Verwechslung mit dem Katzenklo.

      Senkrecht stellen hilft – gegen ruhigen Nachtschlaf – sie wird krachend umgekippt. Wegräumen ist MIR zu stressig. Der Überzug also das Mittel der Wahl.

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