Ich mag Dialoge, in denen neben tiefen Gedanken auch Raum bleibt für Albernheiten mit Hintergrund. Offenheit schätze ich sehr, sie ist aber nicht zwingend. Zwingend dagegen ist die Abwesenheit von Unwahrheiten. Ghosting ist etwas für Menschen, die nie gelernt haben, was Verantwortung eigentlich heißt.
Grundannahme meinerseits: Mein Gegenüber will mir nicht übel, steht es mir also auf dem Schlips, geht nachfragen vor dicht machen. Freundlichkeiten und Komplimente werden ernstgenommen, mithin nicht relativiert und mit Dank angenommen. Andere Meinungen werden im Bedarfsfall hinterfragt, aber nicht abgewertet – jedes Tier ist anders, und das ist zu respektieren. Harte Diskussionen haben von der Person getrennt zu werden (mit sehr wenigen Ausnahmen (Wer Gewalt als Mittel statthaft findet oder überzeugt die AfD wählt, bringt mich in Schwierigkeiten.). Sich einigen nicht einig zu sein in einem Thema ist völlig in Ordnung und tut der Freundschaft keinen Abbruch.
Allergien: Nicht gehört zu werden. Lautstärke und Aggression als Einschüchterungsinstrumente. Ungeduld. Kaltabbrüche. Ghosting (siehe oben). Mansplaining. Respektlosigkeit. Feindliches Schweigen.
Eigentlich Grundlagen, nein?

Hulot
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(Unterschrift bei Einverständnis)
Daß wir uns hier einig sind, dachte ich mir.
(Nächtliche Standortbestimmung macht mitunter Fehlstellen klarer.)