Stachelhirn

Ein langer Tag. Nach einem ruhigen Frühstück entschied ich auf Arbeit – Sonntage sind so schön ruhig, niemand stört.
Die kleine Außenrunde mußte ich mir abzwingen – trotz Sonne zog mich so gar nichts aus meinem Muschelschutzraum. Jetzt geht es auf Drei in der Früh und ich ahnte schon am Morgen, daß ich nach einigen friedlichen Tagen wieder unrund laufen würde; an Schlaf ist nicht zu denken.

Die Malediven gehen mir im Kopf herum, zum Beispiel. Sie wurden nie wirklich verstanden. Niemals ging es nur um eine Reise, die ich mir nicht hätte leisten können. Vielmehr verband ich sie immer wieder mit der Idee, etwas wiederzufinden, das einmal war – jedenfalls in meinem Kopf. Das war mein Primat, immer wieder. To no avail. Ich könnte es vermutlich tausendmal erklären, und es würde doch nicht begriffen oder einfach nicht geglaubt.
Meine schönsten Bilder betreffen weder die Schnorcheltouren noch lange Nächte , vielmehr die Zigarettenzeiten am Boot, unter anderem …

Schöne Gedanken – und soviel Mangel, wo etwas anderes hätte sein können. In Berlin, in der Lakadivensee, einfach überall.

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