Kleinfichten, Weide, Waldmeister, Rosmarin haben Zähigkeit bewiesen und leben. Unklar ist die Sache noch bei einer Hortensie, sie könnte noch kommen. – alle anderen sind mir in diesem harten Winter erfroren, sämtlichen Schutzbemühungen zum Trotz.
Erfroren – so scheint es bisher – ist wohl auch einiges andere. Zu einem wichtigen Datum hörte ich von drei Menschen, die mir wichtig sind, leider keinen Ton. Vielleicht nur Verspätung? Ob daraus schmerzhafte Kränkungen werden, müssen die nächsten Tage zeigen. Ambivalent war es dieses Jahr ohnehin – eine Todesnachricht und ein Fest im Abstand von wenigen Stunden. Da weiß man dann gar nicht mehr genau, was man fühlen soll.
Jetzt blühen Primeln, Hornveilchen, Vergissmeinnicht, die ersten Bienen kamen zu Besuch. Ich halte mich an den hellen Dingen fest. Was soll man anderes tun angesichts der immer gruseligeren Weltlage zum einen und der vergleichsweise kleinen schmerzhaften Querschläger im eigenen Leben zum anderen. Ich kann mich dem Grundton von Henning nur anschließen. Und hoffen.

Ja, ist alles sehr zum Verzweifeln und man darf es nicht, sagt der Verstand.
Der Staudte Film hieße heute „Die Mörder sind über uns“.
Und wir haben sie in der besten aller „Demokratien“ gewählt, repräsentiv oder direkt. Dieseits und jenseits des Atlantiks.
Denn die Wahrheit ist schon lange tot oder mindestens außerirdisch.
Ob T oder M ohne Lüge im ersten oder zweiten Satz wäre ein Wunder. Und wir? bleiben leise.
Der Geist von 89/90 war leider nur der von einem Deutschen Drittel und das wird heute noch verleumdet.
Mei, unterm Strich ist mir das etwas zu polemisch und zu emotional.
Wo du aber aus meiner Sicht Recht hast: Mit Aufrichtigkeit und Wahrheiten ist bis auf Weiteres nur in homöopathischer Dosis zu rechnen. Leider ist auch dies nicht wirklich neu.
Was also tun?
Im Nachgang von einem alten Athisten:
Matthäus 7 Zeile 15 bis 20
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Hier ist der Text von Matthäus 7, Verse 15 bis 20 (nach der Lutherbibel 2017), ein Abschnitt aus der Bergpredigt, in dem Jesus vor falschen Propheten warnt:
15 „Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte.
18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum nicht gute Früchte bringen.
19 Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
20 Darum: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“
Quintessenz in Vers 20. Und dann erkennen wir das – und dann? So machtbeschränkt oder gar machtlos wie wir sind?
So beinahe zynisch es scheinen mag, aber da hilft dann nur noch der Rückzug und der Balkon.
Zurück zu 19 symbolisch natürlich.
An manchem ‚Baum‘, gebe ich zu, müßte die 19 nicht unbedingt symbolisch bleiben, dann aber bitte in Gestalt des Fingers jenes höheren Wesens, das wir verehren (Ärzte würden einen natürlichen Tod in den Schein schreiben) – und lieber heute als morgen. …