Noch nicht wirklich Wärme, aber Plusgrade und Licht! So schön endlich wieder mit dem Rad unterwegs zu sein, endlich keine Longjohns mehr unter den Jeans zu tragen, endlich das blaue Zimmer nicht mehr zu heizen. Gestern der erste Kaffee am Balkon in der Sonne – im T-Shirt um halbzehn! Später ziehe ich die Pflanzen, die den harten Winter nicht überstanden haben, aus den Balkonkästen, setze – gegen alle Gartenratgeber – Vergissmeinnicht und Hornveilchen in die leeren Kästen. In den letzten Jahren bin ich mit dem windgeschützten Balkon immer gut gefahren mit meinen Frühstarts. Ohnehin ist der Balkon schon grundgereinigt und aufgeräumt. – Ich habe meine eigenen Methoden den Frühling einzuladen.
Mit der Sonne kam neulich schon Arbeit – wie nötig Fenster das Putzen haben, sieht man erst, wenn die Sonne in den Raum kracht. Innen ist erledigt, außen mache ich vielleicht morgen. Neben der Ablage, die ich schon eine Weile vor mir herschob. Rechnungen müßte ich auch mal wieder schreiben, von der nächsten Akquisereihe ganz zu schweigen. Seufz. Monatspflegen wie immer pünktlich erledigt.
Aufreger des Tages ist der Burda-Konzern, dem die nebenan.de-Plattform gehört. Von heute auf morgen sind alle Gruppenbeiträge nicht mehr vorhanden, die Startseite zeigt nur noch gewerbliche Einträge, dito der Marktplatz, echte Nachbarschaftsbeiträge werden nicht mehr auf der Startseite gelistet. Ein klarer Fall von Enshittification, wobei Burda hier den Vogel abschießt – so krass ist mir das nie vorher begegnet. Ein paar Tage sehe ich mir das noch an, bleibt es so, bin ich raus. Dann wird das ganz sicher ein Lehrbeispiel für nach hinten losgegangene Schüsse: Die bisherige Version würde mit 3,99€ pro Monat zu Buche schlagen (Hallo?! Manche meiner Versicherungen sind preiswerter.), und die Nutzer werden reihenweise ihre Accounts löschen – wer mag es schon auf übelste Art erpreßt zu werden? Wir sind nicht so dämlich wie ihr glaubt. Über Jahre haben wir dieses Netzwerk auf- und ausgebaut, und jetzt kommt man uns so? Hallo Burda-Leute, was macht ihr mit einer Community, die noch aus maximal zehn Leuten besteht? Das wird eine Abstimmung mit den Füßen. Gut so. Und schade um eine ursprünglich schöne Idee. Ach, was tut mir dieser notleidende Konzern leid [not!]
In meiner Küche stehen vier schöne Blumen (die saufen wie verrückt!), die mindesten zwei schöne Mahlzeiten ergeben werden, zum Wochenende werde ich Gäste haben, morgen dafür einen Zuckerkuchen backen, und der Dinge harren, die da kommen sollen.
