Unfreiwilliger Haushaltstag

Frühstück um vier am Morgen, danach ein wenig schlafen. Die spätere Haushaltsbegehung offenbart Querschläger – eine Markierungspfütze im Flur, eine Markierungskatastrophe auf dem Sofa. Erstere läßt sich leicht beseitigen, letztere wird mich noch Stunden beschäftigen.

Abfolge:
Pfützen beseitigen, Viechsen füttern, Sofabezug abziehen, Waschmaschine anwerfen. Kaffee machen, duschen gehen, dieweil saugt der Putzmann das Wohnbüro. Anziehen. Mails abholen und Kundenanfragen beantworten. Kaffee. Sofa mit Biodor behandeln. Catboxen reinigen. Müll wegtragen. Kurzeinkauf – Tabak, Blumen, Brot. Macht keinen Spaß – die Gehwege sind vereist und anstrengend. Wieder zu Hause den ganzen Laden durchsaugen und dann wischen – mit Erschwerniszulage: Mein Robotwischer ist in der Außenkammer eingefroren, ich muß den Tank erstmal auftauen. Ich bin diese Winterkälte mehr als leid.
Das zieht sich alles und macht kein Vergnügen, es ist 18 Uhr schneller als ich gucken kann. Nichts Neues in der Mail. Katzenfütterung. Wäsche aufhängen. Mein Abendessen anderthalb Stunden später. Das Sofa werde ich kurz vor Mitternacht neu beziehen.

Am Ende des Tages die Kunden befriedet, aber keine neuen gewonnen, die Felidae betreut, den Laden pieksauber sortiert (who cares beside me?), immmerhin mit der Freundin telefoniert, irgendwo dazwischen.

Ein Tag in einem eiskalten Winter.

8 Kommentare

        1. Spikes helfen nicht wirklich auf Bereichen mit salzigem Schneematsch. Hier in Berlin ist alles auf einer Strecke von hundert Metern – Glatteis, salziger Matsch, Split.

          1. Ah. Da hat das Dorfkind zu wenig Erfahrungen… damals in SL klappte das gut, da war Schnee, frei oder Eis in kurzen Abständen hintereinander. An Salzmatsch erinnere ich mich nicht, sicherlich konnte ich den ganz gut umgehen – ist ja doch anders als in der Großstadt, hier stamädtisch unterwegs zu sein.

  1. Freiwilliger Hausarrest und Gebrauch der Krisenvorräte.
    Mehr Kriegsbereitschaft geht nicht. Im übrigen abwarten und Tee trinken.

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